Projekt "Aacho"




“Aacho”-Projekte des Vereins family help /Zürich

 

«Traumatisierte Menschen sind aus der Welt gefallen und das ist auch der Grund, weshalb jede Kultur den Individuen Mittel zur Verfügung stellen muss, um sie wieder in ihre Welt zurückzuholen.» Mario Erdheim, Psychoanalytiker und Ethnologe

 

Der Verein family-help hat zum Zweck, Familien und Kinder bzw. Jugendliche in ihrer Entwicklung und in ihrer psychischen Gesundheit zu fördern. Mit professionellen, präventiven, therapeutischen wie auch (sozial)pädagogischen Maßnahmen versuchen wir gezielt Familien mit Kleinkindern nach einer Fluchterfahrung oder jugendliche Geflüchtete zu unterstützen. 

 

Dafür haben wir das Therapieprogramm «aacho» entwickelt. Wir setzen uns zum Ziel, die psychische und physische Gesundheit der von uns betreuten besonders verletzlichen Geflüchteten zu verbessern und so die Integration im Aufnahmeland zu erleichtern. Das Programm besteht aus 3 Projekten:

 

 «aacho»-Mutter-Kind-Gruppen: Dieses gruppentherapeutische Angebot bietet Schwangeren und Müttern mit ihren Kleinkindern einen Raum, in welchem traumatisierende Erfahrungen im Kollektiv und unter professioneller Leitung verarbeitet werden können und so die Mutter-Kind-Bindung nach den traumatischen Fluchterfahrungen (wieder) gestärkt werden kann. 

«aacho»-UMA-Gruppen: In diesen Therapiegruppen erhalten die Kinder und Jugendlichen ein Gefäß, um sich auszudrücken, verstanden zu werden und dem Erlebten, den Verletzungen und schweren Traumata, Ausdruck zu verschaffen. So sollen die individuellen Entwicklungsprozesse verbessert und der Anpassungsprozess der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz unterstützt werden.

«aacho»-am Tag: Dieses geschützte therapeutisch-pädagogische Tagessetting bietet geflüchteten Kinder, Jugendlichen und Familien einen Raum, in welchem sie 3 Tage in der Woche in einem stabilen Umfeld zur Ruhe kommen können.

 

Das «aacho»-Programm vereint kultursensible, pädagogische, entwicklungspsychologische, psychotherapeutische, medizinische und psychosoziale Ansätze und bietet vor einem ganzheitlichen Menschenbild eine integrative Therapie, Beratung und Begleitung.

 

Für die psychotherapeutische Umsetzung sind Frau Dr. med. Antonia Stulz-Koller, auch Mitglied der ISPPM Schweiz und Frau lic. phil Sandra Rumpel mit ihrem Team bestehend aus mehreren Psychologen und Psychologinnen und einer Sozialarbeiterin verantwortlich.

 

Suche nach Freiwilligen

Um das «aacho» der geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Familien zu erleichtern, suchen wir Freiwillige, welche unsere Klient*innen in ihrem Alltag begleiten. Diese Begleitung kann die Form von Unterstützung in Alltagssituationen annehmen, zum Beispiel die Begleitung zu Terminen, oder auch einfach einen kulturellen und sozialen Austausch zwischen der/m Geflüchteten und der/m Freiwilligen darstellen. Wir suchen auch immer nach «Wahlgrosseltern», welche sich um eine Familie mit Fluchterfahrung kümmern und so zu Halt und Sicherheit beitragen. 

 

Bei Interesse, bitte melden Sie sich bei verein@family-help.ch

 

Wir sind auch angewiesen auf Spenden! Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.